Mann und Männer

Es wird Zeit, dass Männer beginnen, innezuhalten und nachzudenken über das, was ihnen Kraft und Energie raubt, wenn sie wie Don Quijote gegen Windmühlen kämpfen und sich dabei selbst verwunden. Sie sind nicht das starke Geschlecht: Männer arbeiten länger, sterben früher, sind dreimal so stark suizid- und suchtgefährdet wie Frauen, sind häufiger chronisch krank, neigen mehr zu Depressionen und sind das Ziel von 70% aller Mordver-suche, aber auch der Verursacher von 95% aller Gewaltdelikte. Doch das kann nicht der Sinn der Sache sein.

Wenn Männer Mannsein oder Männlich-keit definieren wollen, dann tun sie sich schwer, weil sie gar nicht wissen, was das ist. Männer sollten ihre Position als Mann neu bestimmen, den Begriff Aggression (nicht Gewalt!) positiv deuten lernen, sich von der eigenen Mutter lösen und sich mit dem Vater aussöhnen.

Männer sollten beginnen zu fragen, was ihnen Mannsein eigentlich bedeutet, wie sie ihre Söhne initiieren können, welche Qualitäten Männerfreundschaften haben, wie sie als Mann in der Liebe glücklich werden und was ihnen der Beruf bedeutet.

Deshalb ist es wichtig, dass Männer mit Männern ins Gespräch kommen und miteinander in Kontakt treten. Dies ist viel wichtiger als einen weiteren männlichen Vorturner kennen zu lernen, um zu einem neuen männlichen Bewusstsein zu kommen.                                  ,