Jungen und Buben

Mädchen sind selbstbewusster, motivierter und fleißiger als Jungen, die häufig hilflos dastehen, in der Schule versagen, gewaltbereit, alkohol- und drogengefährdet sind. Häufig leiden sie unter einem Beziehungsmangel. Schon in der Grundschule fallen sie durch Defizite auf, lesen bald keine Bücher mehr und drücken sich vor allem, was nicht mit Sport zu tun hat. Bald versuchen sie "cool" zu wirken und stellen eine gespielte Gleichgültig-keit zur Schau. 75% der Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten und 68% der Kinder mit Lernschwierigkeiten in Schulen sind Jungen. Häufig wissen sie auch nicht, wie man sich beim anderen Geschlecht beliebt machen könnte und schaffen es nicht, ein einfaches Gespräch anzufangen oder gar über Gefühle zu reden. Jungen leben wesentlich riskanter. Mit fünfzehn Jahren ist die Gefahr, dass sie eines frühen Todes sterben (durch Unfälle, Gewalt oder Selbstmord) dreimal so hoch wie bei Mädchen.

Jungen wachsen in unserer westlichen Welt unter-vatert auf und bleiben auf ihrem Weg zum Mannsein weitgehend sich selbst überlassen, da sie  in ihrer Kindheit kaum männliche  Identifikationsideale haben. Allzu häufig definieren sie Männlichkeit dann mit Nicht-Frau-Sein.

Man darf jedoch Mädchen und Jungen nicht in einen Topf werfen, denn sie leben in verschiedenen Welten. Leider wurde Gleichberechtigung und Chancengleichheit lange Zeit mit Gleichheit verwechselt. Doch Buben und Mädchen sind zwei unterschiedliche Wesen und nicht aussschließlich Produkt der Erziehung, wie uns lange eingeredet wurde. Die Differenzen sind als Dispositionen in den Geschlechtern angelegt, werden aber durch Gesellschaft oder Kultur überformt.

So ist es heute um so wichtiger, Jungen zu ihrem wahren männlichen Kern zurückzuführen und Jungen mit ihren männlichen Möglichkeiten zu fördern, damit sie wirkliche Liebhaber, Krieger, Könige und Weise werden.